Was ist eigentlich ein Impressum – und warum ist es Pflicht?

Das Impressum ist eine der am häufigsten vergessenen Seiten bei neuen Websites – und gleichzeitig eine der wichtigsten aus rechtlicher Sicht. Fehlt es oder ist es unvollständig, drohen empfindliche Abmahnungen. Und die gibt es tatsächlich – Abmahnkanzleien suchen gezielt nach Websites ohne Impressum.

Keine Angst: Das Thema ist gar nicht so kompliziert. In diesem Artikel erkläre ich Dir einfach und verständlich, was ein Impressum ist, wer es braucht und was dort auf jeden Fall drinstehen muss.

Was ist das Impressum überhaupt?

Das Impressum ist eine Pflichtseite auf Websites, in der der Betreiber – also Du – sich mit allen relevanten Kontakt- und Unternehmensdaten vorstellst. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 5 des Telemediengesetzes (TMG).

Das Impressum muss laut Gesetz "leicht auffindbar" sein. Das bedeutet: Ein direkter Link im Footer der Website reicht – und das ist auch der Standard, den die meisten Websites nutzen.

Wichtig: Die Impressumspflicht gilt nicht nur für Websites, sondern auch für Apps, YouTube-Kanäle und Unternehmensseiten auf Social Media wie Instagram oder Facebook.

Wer braucht ein Impressum?

Kurze Antwort: Fast alle. Eine Ausnahme gilt nur für rein private Websites ohne kommerziellen Zweck – also zum Beispiel ein privater Familienblog, auf dem nichts verkauft wird und keine Werbung läuft.

Ein Impressum brauchst Du auf jeden Fall, wenn Du:

  • Ein Unternehmen oder eine selbstständige Tätigkeit betreibst
  • Dienstleistungen oder Produkte anbietest – auch kostenlos
  • Einen Blog betreibst, der Werbung enthält oder monetarisiert ist
  • Eine Vereinswebsite, eine Kanzlei- oder Praxiswebsite betreibst

 Im Zweifelsfall: Lieber ein Impressum haben als keins. Das kostet nichts und schützt vor teuren Abmahnungen.

Was muss im Impressum stehen?

Diese Pflichtangaben gehören in jedes Impressum:

  • Vollständiger Name (Privatperson) oder Firmenname (Unternehmen)
  • Vollständige Anschrift – Straße, Hausnummer, PLZ, Ort (kein Postfach!)
  • E-Mail-Adresse (Pflicht seit einem EuGH-Urteil)
  • Telefonnummer (empfohlen, aber seit 2019 nicht mehr zwingend)

 

Je nach Rechtsform kommen weitere Angaben hinzu:

  • GmbH, UG, AG: Handelsregisternummer, Registergericht, Geschäftsführer
  • Freiberufler und reglementierte Berufe (Ärzte, Anwälte etc.): zuständige Aufsichtsbehörde oder Kammer
  • Umsatzsteuer-ID, wenn vorhanden

Was passiert, wenn das Impressum fehlt oder falsch ist?

Es gibt tatsächlich Kanzleien und Mitbewerber, die systematisch nach fehlerhaften Impressen suchen. Wer einen Fehler findet, kann abmahnen – und die Kosten für eine solche Abmahnung liegen schnell bei 500 bis 1.500 Euro oder mehr.

Außerdem können Aufsichtsbehörden Bußgelder verhängen. Und nicht zuletzt: Fehlt ein Impressum, wirkt das auf Kunden wenig vertrauenswürdig.

Kostenlose Helfer: Impressum-Generatoren

  • eRecht24 Impressum-Generator: erecht24.de – kostenlos und aktuell
  • Trusted Shops Generator: für Onlineshops besonders geeignet

 

Hinweis: Diese Tools ersetzen keine rechtliche Beratung, sind aber ein guter Startpunkt für unkomplizierte Fälle.

Du brauchst Hilfe beim Einrichten Deines Impressums oder Deiner Datenschutzerklärung? Schreib mir gerne – ich schaue mir das mit Dir gemeinsam an.

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